Skifreizeit der Comenius Ganztagsrealschule mit dem Skiverein Neusatz/Rotensol in Damüls-Faschina
Am 16.02.10 war es so weit. Zweiundzwanzig Schüler und Schülerinnen der Comenius Ganztagsrealschule trafen sich um 5.15 Uhr am Hauptbahnhof in Karlsruhe mit Anja, alias Frau Bogojevic, um zusammen mit dem Skiverein Neusatz/Rotensol zur Ski- und Snowboardfreizeit nach Damüls im Voralrlberg zu fahren.
Nachdem in Karlsruhe Ski, Snowboards und Taschen verladen waren, ging es los. Nach Neusatz.
Dort stiegen außer den Neusätzern auch noch Tina (Frau Schaper), Tochter Lisa und Betreuerin Sarah dazu. Nun konnte es endlich zur Autobahn gehen, dann auf der A8 weiter in Richtung Ulm, wo eine Pause mit original „Mutschelbacher Faschingsküchle“ eingelegt wurde. Nach fünfstündiger Fahrt fuhren wir endlich durch Au, dem letzten Dorf vor Damüls, dessen Name doch Lachen hervorrief. Am Uga-Express, der Seilbahn der Uga Alp, angekommen, wurde das Gepäck die Treppe raufgeschleppt, die Ski oder das Snowboard angeschnallt, die Liftkarten verteilt und dann sich brav in der Reihe der anderen Wartenden angestellt.
Oben angekommen, durften wir die Pistenqualität „Pulverschnee“ auf der knapp 500 m langen „Abfahrt“ zur Uga Alp testen. Nun der Schock! Wir mussten 20 Minuten auf das Essen warten, für die Jungs natürlich eine Qual, weshalb die Abfahrt 3 „Hohes Licht“ schon mal ausprobiert werden durfte. Anja begleitete uns.
Nach dem Mittagessen wurden die Gruppen eingeteilt, manche durften in Kleingruppen allein ohne Betreuer fahren, andere wurden dem Können entsprechend in die Gruppen der Betreuer gesteckt. Manche stürzten sich gleich am ersten Tag den „Steilhang“ der Schwierigkeitsstufe extrem hinunter, andere bevorzugten die blauen Pisten. Jeder erkundete auf seinem Weg die Pisten, aber um spätestens 16:30 Uhr mussten alle zurück in der Uga sein.
Nun gab es auch das lang ersehnte Abendessen, leider nur in Form von Kartoffelbrei und Roulade. Danach wurde das Bett gerichtet und dann wurde noch ein Kennenlernspiel gespielt das alle begeisterte
! Eine 8. Klasse Schweizer war auch an Bord, mit der gleich noch am Abend Freundschaft geschlossen wurde. Später stellte Tina fest, dass sie ihre Pfeife verlegt hatte, so musste die bloße Stimme reichen um uns zur Ruhe zu bringen. Nachts wurde Fifi schlecht, sodass zwei Schülerinnen, Bianca und Jessi (denen auf diesem Weg gedankt wird), sich um sie kümmern mussten, oder eher gekümmert haben – und die Betreuer schlafen ließen.
Am nächsten Morgen klingelten die Wecker um 7:00 Uhr und nachdem alle aus den Betten waren und sich angezogen hatten, ging es zum Frühstück. Es gab Brötchen, Marmelade, Nutella, Cornflakes, Obst, Quark, Milch, Kakao, Kaffee und vieles mehr.
Als alle satt waren wurden wieder die Ski oder das Snowboard angeschnallt und es ging ab auf die Piste, wieder in Kleingruppen. Heute konnte auch das Skigebiet Mellau besichtigt werden, das auf der anderen Seite des Berges liegt. Und auch heute wurde es wieder recht lustig, denn manche schafften es tatsächlich aus dem Stehen umzufallen oder aber über die Kante der Skipiste zu fahren und dann lachend im Tiefschnee zu liegen, sodass man vor Lachen nicht mehr auf die Skier kam. Auch im Lift wurde Party gemacht und es wurden bekannte Lieder wie etwa „Disco-Pogo“, „Nina, ich bin wieder im Fieber“ oder aber der Lieblingshit „Der ganze Bus muss Pipi“ gegrölt. Diese Hits, und noch viele mehr, waren den ganzen Ausflug über zu hören. Nur zum Mittag- und Abendessen musste man wieder da sein, sich ordentlich benehmen und sogar den Tisch abräumen, was sogar meistens funktionierte. Abends wurden Spiele gespielt, mit dem „Poporutscher“ den Berg hinunter gesaust, Mist gebaut und mit den Schweizern geredet, die auch an Bord waren, aber auch dieser Tag ging zu Ende.
Der Donnerstag begann natürlich wieder mit dem Klingeln des Weckers um 7:00 Uhr. Heute ging es nach dem Frühstück aber mit der ganzen Gruppe auf den Berg – zur Speedstrecke. Hier wurde die Geschwindigkeit, die man fuhr, gemessen. Die Werte lagen zwischen 35 und 90 km/h. 90 Stundenkilometer schaffte nur Betreuerin Lisa.
Nun fuhren alle wieder in ihren Gruppen ihre Wege, nur vom Mittag- und Abendessen unterbrochen. Manchen wurde sogar die Skikarte abgenommen, weil sie einen Zaun verrückt haben (na Peter?)! Abends wurde eine Party mit den Schweizern gefeiert. Und erst spät ging es heute ins Bett, in ein Bett, das mit Schokoküssen voll geschmiert war, denn ein paar unseren ganz frommen Lämmer mussten tatsächlich eine Schokokussschlacht veranstalten, in die viele unfreiwillig mit einbezogen wurden.
Nun ja, heute war Freitag und das hieß Abreise. Heute klingelten die Wecker schon um Halbsieben! Und nachdem alles fertiggepackt war, das Zimmer einigermaßen sauber verlassen wurde und die Skier und Snowboards ein letztes Mal angeschnallt wurden, ging es zur letzten Abfahrt ins Tal.
Aber wer jetzt an eine schnelle Heimreise geglaubt hatte, wurde enttäuscht. Denn als unsere Betreuer dem Busfahrer nach über einer halben Stunde Verspätung anriefen, erfuhren wir, dass er in eine Zollkontrolle geraten war. Aus lauter Wut über die Verspätung von einer Stunde, musste er sich natürlich auch noch einen Außenspiegel abfahren und sich dann noch in der Weite des Bregenzerwaldes verfahren. Als er mit genau zwei Stunden Verspätung in Damüls ankam, wurde er lautstark begrüßt. Wir haben die zwei Stunden gut überstanden, mit Lieder singen (ähm grölen), Dosenfußball spielen und auf dem Klo aufwärmen. Nun wurde das Gepäck aber schnell verladen und dann ging es ab nach Hause. Sobald die Grenze überquert wurde, hingen sämtliche Kinder mit Handy am Ohr im Bus, um ihre Eltern über die Verspätung in Kenntnis zu setzen. Da alle so hungrig waren, versteigerte Tina noch sechs Salami. Wer einen Vierzeiler zu Damüls ins Mikro sagte, bekam eine der heiß begehrten Würstchen, später gab es dann noch einen Müsliriegel zu ersteigern.
Am nächstbesten Rasthof mit McDonalds oder eben McDoof wurde ein Stopp von einer dreiviertel Stunde eingelegt. Nachdem sich alle mit kalorienhaltigem Zeug voll gestopft hatten, ging es weiter. Aber da es Freitagabend war, standen wir dauernd im Stau. Um die Zeit zu vertreiben wurde der Bus kurzerhand in ein Kino verwandelt und erst ein Sicherheitsfilm mit einem netten, jungen Mann geschaut, der uns über die Sicherheit im Bus, ähnlich der eines Flugzeuges („Bitte klappen sie die Tische hoch, stellen sie die Sitze gerade und stellen sie das Rauchen ein…“) informierte, geschaut. Aber dann wurde doch noch ein Film der uns allen gefiel eingelegt. „Click“ mit Adam Sandler, also Lachspaß pur. Aber irgendwann bei Stuttgart hatte auch dieser Film sein Ende. Etwas später wurde dann noch „Madagascar 2“ eingelegt.
Um etwa 19:30 Uhr waren wir endlich in Neusatz angekommen. Manche stiegen hier aus, aber der Großteil blieb sitzen. Irgendwann ging es dann auch weiter und um 20.00 Uhr war die Endhaltestelle erreicht. Wir waren am Hauptbahnhof angekommen, wo wir von den Eltern schon sehnlichst erwartet wurden.
So ging ein viertägiger Ausflug in Damüls zu Ende. Wir danken den Betreuern für ihre Geduld, die sie nachts bewiesen hatten, und freuen uns alle schon auf das nächste Jahr, wenn es wieder heißt: Skiausfahrt der Comenius Realschule mit dem Skiverein Neusatz/Rotensol.
Nina aus der 9 b










